Hamburg, 10. September 2026: Gottesdienst zum Welttag der Suizidprävention

  Donnerstag, 10. September | Hauptkirche St. Jacobi | Jakobikirchhof 22 | 20095 Hamburg| ab 18:00 Uhr 

Einladung zum besonderen Gottesdienst „Deine Geschichte ist nicht
zu Ende“ am 10. September 2026 in der Hauptkirche St. Jacobi
 
Die Hauptkirche St. Jacobi lädt gemeinsam mit Initiativen, die sich für Suizidprävention und
die Unterstützung Angehöriger einsetzen, anlässlich des Welttags der Suizidprävention am
Donnerstag, den 10. September 2026, um 18 Uhr zu einem besonderen Gottesdienst ein.
Unter dem Leitgedanken „Deine Geschichte ist nicht zu Ende“ setzt der Gottesdienst ein
Zeichen für Hoffnung, Verbundenheit und einen offenen Umgang mit seelischen Krisen.
Der Welttag der Suizidprävention ist ein internationaler Gedenk- und Aktionstag, der das
Bewusstsein für die Problematik von Suizid und die Dringlichkeit von Prävention schärft.
Weltweit nehmen sich jährlich mehr als 700.000 Menschen das Leben. Betroffen sind aber
nicht nur diese Menschen selbst, sondern auch ihre Familien, Freundeskreise und das
gesellschaftliche Umfeld, die oft mit Fragen, Trauer und Schuldgefühlen zurückbleiben. Sechs
bis zehn nahestehende Personen sind durchschnittlich unmittelbar von einem Suizid
betroffen, im erweiterten sozialen Umfeld sind es sogar bis zu 135 Personen.
Mit dem Gottesdienst möchte die Hauptkirche St. Jacobi deutlich machen: Auch schwere
Kapitel sind nicht das Ende einer Geschichte. Menschen, die von Suizidgedanken, Krisen,
Trauer oder dem Verlust eines nahestehenden Menschen betroffen sind, sollen ermutigt
werden, nicht allein zu bleiben und Unterstützung anzunehmen. Die Predigt hält
Hauptpastor Dr. Stefan Holtmann.
Wortbeiträge von Betroffenen, Musik und Gebete laden zum Nachdenken, Erinnern und zum
gemeinsamen Gedenken ein. Es besteht die Möglichkeit, Kerzen im Gedenken zu entzünden.
Der Gottesdienst wird zusätzlich in Gebärdensprache übersetzt, um eine barrierefreie
Teilnahme zu ermöglichen.
Im Anschluss an den Gottesdienst stehen Ansprechpartner*innen für persönliche Gespräche,
Informationen zu Hilfsangeboten und zur Vermittlung weiterer Beratungsstellen zur
Verfügung. Besucher*innen sind eingeladen, Fragen zu stellen, Erlebtes zu teilen oder
einfach in einem geschützten Rahmen da zu sein – unabhängig davon, ob sie direkt oder
indirekt betroffen sind oder Solidarität zeigen möchten.
Auf Wunsch stehen Hauptpastor Dr. Stefan Holtmann sowie beteiligte
Trauerbegleiter*innen und Ansprechpartner*innen aus der Vorbereitung für Interviews und
Hintergrundgespräche zur Verfügung. Zu den vorbereitenden Initiativen gehören AGUS –
Angehörige um Suizid, MSH Medical School Hamburg, U25 – Online Suizidprävention, Vergiss
mein nicht und Verwaiste Eltern.
Hintergrundinformation:
Der Welttag der Suizidprävention wurde 2003 von der International Association for Suicide
Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Er soll
dazu beitragen, das Tabu und die Stigmatisierung von Suizid zu brechen, auf Hilfsangebote
aufmerksam zu machen und die Präventionsarbeit in der Gesellschaft zu stärken.
Suizid ist ein Thema, das oft im Verborgenen bleibt, obwohl es viele Menschen betrifft. Die
Veranstaltung in St. Jacobi bietet einen Rahmen, um gemeinsam zu erinnern, zu sprechen
und ein Zeichen für das Leben zu setzen.
Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Gemeindebüro der
Hauptkirche St. Jacobi oder per E-Mail an info@jacobus.de.

 

 

 

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